Glückskekse backen
Süßes,  Asiatische Rezepte

Glückskekse backen | Rezept für selbst gemachte Glücksbringer

Selbst gebackene Glückskekse sind eine tolle Möglichkeit, deine Gäste zu einer Feier oder zum Jahreswechsel zu überraschen. Wir verraten dir unser Rezept und worauf du bei der Zubereitung unbedingt achten sollst. Es ist nicht sehr kompliziert, allerdings ist Fingerspitzengefühl und Geschwindigkeit gefragt. Auch ein paar Sprüche stellen wir dir zur Verfügung.

Schwierigkeitsgrad
Knifflig

Wo kommen Glückskekse her und wie sind sie zu ihrer aktuellen Bedeutung gelangt?

Entgegen dem allgemeinen Glauben sind die Glückskekse keine chinesische Erfindung. Sie werden hierzulande nur sehr gerne in chinesischen Restaurants angeboten, kommen aber ursprünglich aus einem anderen asiatischen Land: Japan.

Glückskekse stammen tatsächlich aus Japan und wurden dort erstmals im 19. Jahrhundert bei Festen und Feierlichkeiten verwendet. Sie werden dort „fortuna-kue“ genannt und werden traditionell aus Teig hergestellt, der mit Sesamöl gebacken wird. Über japanische Immigranten, welche sich im Westen der USA niederließen, wurden die „Fortune tea cookies“ in Asia-Restaurants in San Francisco angeboten. Über politische Wirren (2. Weltkrieg und anschließende Globalisierung) und spitzfindige chinesische Geschäftsleute begann die maschinelle Verarbeitung und Verbreitung der Glückskekse über ganz Amerika bis nach Europa.

In China selbst sind die Glückskekse wohl erst seit den 1990ern bekannt, haben sich aber nicht durchgesetzt. Das Konzept sei wohl zu „amerikanisch“.

Worauf du bei der Zubereitung von Glückskeksen achten musst

Der Teig härtet extrem schnell aus, so können wenige Sekunden entscheiden, ob du einen Glückskeks, eine Glückskeks-ähnliche Form oder einen zerbrochenen Halbkreis in den Händen hältst. Backe daher nie mehr als 4 Kekse gleichzeitig und bereite die Papierstreifen schon vor. Lasse dir gegebenenfalls von jemandem Helfen, das erhöht die Chance für das Gelingen der Kekse.

Sobald dein Spruch im Keks drin ist, gibt es keinen Weg zurück, da hilft nur mehr zerbrechen. Auch unsere Fortune Cookies sind nicht perfekt geworden, dennoch hat der Geschmack überzeugt und die Zettelchen waren gut versteckt. Und je öfter die Glückskekse gemacht werden, desto eher hat man den Dreh raus.

Glückskeks-Sprüche: von Wahrsagen, Glückwünschen, Zitaten und witzigen Einfällen

In Glückskeksen findest du in der Regel kurze, weise Sprüche oder Botschaften, die eben Glück bringen sollen. Das können Glückszahlen sein, Zitate, Horoskope oder allgemeine Glückwünsche. Gerade bei selbst gemachten Keksen sind die Möglichkeiten unbegrenzt. Sie sollten halt auf den Zettel passen.

Wir haben für dich ein paar Glückskeks-Sprüche zum ausdrucken zusammengestellt. Nicht alle sind ganz ernst gemeint (wenn der Partner mit der Sprucherfindung betraut wurde,…). Falls du Inspiration suchst, in den Untiefen des Internets wirst du garantiert fündig.

Selbst gemachte Glückskekse von hauptsacheesschmeckt

Glückskekse backen - dein Rezept für Fortune Cookies

Wir verraten dir, wie man Glückskekse selbst machen kann. Das Rezept ist nicht schwer, die Technik erfordert aber ein Fingerspitzengefühl und schnelle Reaktion.
Gericht Kekse, Kleinigkeit
Land & Region Asiatisch
Portionen 22 Stück

Equipment

  • 1 Backblech
  • Backpapier
  • 1 Messer mit flacher Schneide zum Lösen der Kekse
  • 1 Rührschüssel

Zutaten
  

  • 3 Eiweiß (Schnee)
  • 80 g Puderzucker
  • 1 Pkg Vanillezucker
  • 45 g Butter (zerlassen)
  • 90 g Mehl (glatt)
  • 1 Prise Salz
  • ½ Eigelb

So wird's gemacht
 

  • Bereite dein Backblech schon mal vor, zeichne dabei auf dem Backpapier zum Beispiel mit einer Schüssel 4 Kreise je 9-10 cm Durchmesser mit Bleistift auf (Backpapier danach umdrehen, sonst färbt sich der Stift auf den Glückskeks ab).
    Die Zettelchen für die Glückwünsche sollten auch schon vorbereitet werden.
  • Zuerst mit dem Eiweiß einen steifen Schnee schlagen, hier kannst du das Salz hinzufügen. Richtig steif ist der Schnee, wenn du die Schüssel umdrehst und der Schnee stehen bleibt.
    3 Eiweiß, 1 Prise Salz
  • Nun in einer weiteren Schüssel die Butter (die soll sehr weich sein, also am besten kurz in die Mikrowelle stellen) mit dem Puderzucker, Vanillezucker und gesiebten Mehl vermengen.
    80 g Puderzucker, 1 Pkg Vanillezucker, 45 g Butter, 90 g Mehl
  • Jetzt wird die Masse mit einem Löffel oder der Teigspachtel mit dem Schnee verrührt. Da die Konsistenz des Teiges eher zäh wird, kannst du von den Eigelben ungefähr ein halbes unter die Masse rühren. Das gibt dem Glückskeks auch eine schöne Farbe.
    ½ Eigelb
  • Den Teig nun etwas quellen lassen, so 15 Minuten sollten reichen. Die Zeit kannst du nutzen um Schritt eins noch nachzuholen. Das Backrohr dabei auf 190° Heißluft vorheizen.
  • Jetzt geht's ans eingemachte für deine Glückskekse. Mit einem kleinen Löffel malst du mit dem Teig nun auf die vorgezeichneten Kreise 4 kreisrunde Fladen auf. Diese sollten sehr dünn sein.
  • Jetzt ab damit für 4-5 Minuten ins Rohr, behalte deine Glückskekse dabei stets im Auge, sobald die ersten braunen Ränder sichtbar sind, musst du schnell sein.
  • Hole die Glückskekse aus dem Ofen und löse sie vorsichtig mit einem Messer. Schnell den Zettel hineinlegen und zusammenklappen. Dann sofort auf einer Schüssel oder einem Glas drauflegen, so hast du im Idealfall deine Glückskeks-Form.
    Der Teig wird extrem schnell brüchig, wenn die ersten nicht wollen, nicht verzagen, nach ein paar Durchläufen hast du den Dreh raus.
    Glückskekse auf Glas zum Aushärten
  • Diesen Durchgang aus Teig auf Papier, ins Rohr, raus und zusammenfalten nun so lange wiederholen bis dir Papier und/oder Teig ausgegangen sind.
  • Die Glückskekse nun am besten über Nacht aushärten lassen. Sie sollten brüchig sein, je nach Ofen und Dicke des aufgetragenen Teigs können sie auch weichere Stellen haben. Macht nichts, schmeckt ja trotzdem.

Notizen

Die selbst gebackenen Glückskekse sind nun servierbereit. Sie sollten etwa 1-2 Wochen halten, du solltest sie auch nicht zu knapp vor dem Verschenken zubereiten. So 2, 3 Tage vorher sollte genügen.

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